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Das freundliche Dorf

Ist Ollsen fremdenfeindlich?

Ausschnitt aus Artikel im Nordheide Wochenblatt vom 12.04.2017:
 
 
 „Wir wollen hier keine Städter!“
 Das ist kein Dummer-Jungen-Streich: In der Nacht wurden die Findlinge vor dem Haus von Hannelore (li.) und Jeannette beschmiert - der vorläufige Höhepunkt einer Mobbing-Kampagne
 
Das ist kein Dummer-Jungen-Streich: In der Nacht wurden die Findlinge vor dem Haus von Hannelore (li.) und Jeannette beschmiert - der vorläufige Höhepunkt einer Mobbing-Kampagne
 
 
Obwohl Jeannette Kiefer und ihre Mutter Hannelore die Nachbarn immer wieder darum gebeten haben, wurden die Autos direkt vor das Fenster gestellt

Jeannette Kiefer und ihre Mutter Hannelore wehren sich gegen Dorf-Mobbing in Ollsen.

 

Gegendarstellung im Leserbrief vom 14.04.2017:

Sie sollten überhaupt erst einmal recherchieren, bevor Sie so einen Artikel schreiben. Einseitiger geht es nicht als nur mit den sog. "Opfern" zu sprechen und einen ganzen Ort unter Verdacht zu stellen.
Es gibt immer zwei Seiten. Tatsache ist, dass wir am Anfang mit den Nachbarn versucht haben ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aufzubauen. Ihr Sohn (jetzt in der Schweiz im Internat) hat sogar bei uns gespielt.

Das wurde aber als Erstes getrübt durch die besagten Steine, die auf öffentlichen Grund im Auftrag der beiden Frauen gelegt wurden. Mit den Vorkommnissen der letzten 2 Jahre kann ich mehrere Seiten füllen, ich schildere einmal die wichtigsten.

Nachdem die Steine dort lagen begannen die Umbauarbeiten an ihrem Haus. Es ist in dieser Zeit kein einziges Firmenfahrzeug, keine einzige Palette mit Baustoffen auf dem Grundstück der Bauherrinnen gelagert worden, alles stand auf dem öffentlichen Straßengrundstück. Wir und unsere Gäste mussten des öfteren bitten, doch von der Baufirma auf unser Grundstück gelassen zu werden. Teilweise war die Straße tageweise gar nicht mehr befahrbar. Dies alles ohne eine Ankündigung oder Entschuldigung.


Für uns ist das Fass dann übergelaufen, als die 150 Jahre alte Eiche auf deren Grundstück abgesägt wurde und das Holz ohne uns zu fragen auf unserem Grundstück abgelegt wurde. Der eine oder andere hätte hier schon die Polizei geholt, wir habe uns lediglich bei den Frauen und der Firma darüber beschwert.

Wir haben uns nicht beschwert als die beiden Frauen noch zwei Hunde hatten und die an unserem Grundstück und in unserem Wald ihre Notdurft verrichten ließen. Auch nicht darüber , dass diese Haufen nie entfernt wurden. Das obwohl die beiden Frauen rings um ihr Grundstück Verbotsschilder aufgehängt haben und alle Hundebesitzer energisch darauf hinweisen, dass andere Hunde dort nicht ihre Notdurft verrichten dürfen und die Haufen regelmäßig zu den Nachbarn hinüber kehren.

Seit einem Jahr habe die Kiefer‘s jetzt sechs Hunde. Wir haben uns nicht über das ständige Gebell beschwert, obwohl es gerade im Sommer manchmal unerträglich ist. Ich habe aber Frau Hannelore Kiefer angesprochen, dass Sie zukünftig ihren Hund nicht mehr an unseren Zaun kacken lassen soll. Nachdem Sie mich beschimpfte, hat Sie Ihren Hund am nächsten Abend direkt vor unsere Einfahrt seinen Haufen machen lassen und natürlich nicht entfernt. Ist das Verhalten noch normal?

Wir wollen hier keine Fremden habe? Es sind sicher ein Drittel der Bewohner unseres Ortes nicht geborene Ollsener. Mit den Zweitwohnsitzen und Feriengästen sind es bestimmt 50% und mit denen kommen wir gut aus. Gerade die, mit denen sich Kiefer‘s nicht verstehen sind fast alles Personen, die nicht aus Ollsen stammen sondern zum Teil auch aus Städten. Vielleicht ist die Aussage nach den Erfahrungen mit den Kiefer‘s so gefallen: „Wir verkaufen jetzt keine Grundstücke mehr an Städter“.
Meine Familie sagt heute: „Hätten wir es nur selbst gekauft dann hätten wir heute Frieden hier“.

Jörg Homann, Ollsen